Norovirus Ansteckungsgefahr 2017

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Das Norovirus zählt zu den ansteckendsten Krankheitserregern. So ist es verantwortlich für eine Vielzahl an Brechdurchfallerkrankungen. Besonders betroffen von Norovirus-Infektionen sind kleine Kinder und Senioren. Die Infektion löst u. a. Symptome wie starken Durchfall und Erbrechen aus. Die Inkubation des Virus liegt in der Regel bei 6 bis 50 Stunden. Aktuelle Meldungen 2017 weisen auch in diesem Jahr auf weitere häufige Krankheitsfälle hin.

Was sind Noroviren?

Beim Norovirus handelt es sich um ein unbehülltes RNA-Virus, das der Familie der Caliciviridae angehört. Es wurde 1972 entdeckt. Es besteht jedoch nicht nur aus einer einzelnen Art, sondern setzt sich aus mehreren Untertypen zusammen. Eine Rolle für den Menschen spielt lediglich das humane Norovirus. Unter dieser Art wird in der Regel das Norovirus verstanden. In früheren Jahren trug der Keim auch die Bezeichnung Norwalk-Like-Virus. Zusammen mit den Rotaviren gehören die Noroviren zu den häufigsten Verursachern von viralen Magen-Darm-Entzündungen wie eine Magen-Darm-Grippe. 

Häufigkeit von Norovirus-Infektionen

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist das Norovirus bei rund einem Drittel aller Kinder für eine Magen-Darm-Grippe verantwortlich. Bei erwachsenen Personen sind sogar 50 Prozent betroffen. In den letzten Jahren ist die Anzahl an Krankheitsfällen pro Jahr kontinuierlich angestiegen. 
Die meisten Norovirus-Infektionen treten in der kalten Jahreszeit zwischen November und März auf. Als besonders anfällig gelten Babys, Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen, die unter einer Schwächung des Immunsystems leiden. 

Der Norovirus hat die höchste Ansteckungsgefahr

Das Norovirus ist hochansteckend. So reichen bereits 10 bis 100 Noroviren aus, um eine Infektion hervorzurufen. Die Ansteckung erfolgt auf fäkal-orale Weise. Das bedeutet, dass die Noroviren von einer Person über den Stuhlgang aus dem Körper ausgeschieden werden und eine andere Person die Keime über den Mund aufnimmt.

Die Ärzte sprechen dabei auch von einer Schmierinfektion. In den meisten Fällen ist eine unzureichende Hygiene nach dem Toilettenbesuch für die Verbreitung der Noroviren verantwortlich. Als weitere Gründe für eine Infektion kommen verunreinigtes Trinkwasser, die Übertragung durch Nahrungsmittel wie Fisch oder Meeresfrüchte sowie fäkal verunreinigte Gegenstände in Betracht. 

Die Noroviren können sich aber nicht nur durch den Kot, sondern auch durch Erbrochenes verbreiten. Kommt es zu schwallartigem Erbrechen, hat dies zur Folge, dass sich über die Luft virushaltige Tröpfchen verbreiten. Gelangen diese in den Mundraum einer anderen Person, ist von einer Tröpfcheninfektion die Rede. 

Die Übertragung des Virus erfolgt von einem Menschen zum anderen. Bislang gilt der Mensch als einziges geeignetes Reservoir der Noroviren für eine Ansteckung. Es fand zwar auch ein Nachweis bei Katzen und Schweinen statt, doch kommt es durch diese nicht zur Infektion beim Menschen. 

Inkubation des Norovirus

Bei der Inkubation bzw. Inkubationszeit handelt es sich um den Zeitraum zwischen der Infektion mit dem Keim und dem Ausbruch der Beschwerden. Sie dauert von Mensch zu Mensch unterschiedlich und schwankt zwischen 6 und 50 Stunden. Bereits während der Inkubationszeit kann die erkrankte Person die Noroviren auf andere Menschen übertragen, ohne selbst Symptome aufzuweisen. Auch nach dem Abklingen der Beschwerden besteht noch einige Tage lang Ansteckungsgefahr, was besonders für die ersten 48 Stunden gilt, sodass konsequente Hygienevorkehrungen notwendig sind.

Die Dauer der Inkubationszeit richtet sich nach der allgemeinen körperlichen Verfassung des Patienten. Von Bedeutung ist außerdem die Infektionsdosis, also die Menge an Viren. Haben sich die Noroviren ausreichend im Organismus vermehrt, macht sich dies durch Beschwerden bemerkbar.

Norovirus Symptome

Im Falle einer Norovirus-Infektion zeigen sich die Beschwerden abrupt und unerwartet. So kann es dem Patienten einige Minuten vorher noch gut gehen. Zu den frühen Symptomen gehören schwallartiges Erbrechen und heftiger Durchfall. Im weiteren Verlauf droht ein starker Verlust an Flüssigkeit. In manchen Fällen leiden die betroffenen Personen auch nur unter Durchfall oder Erbrechen anstatt unter Brechdurchfall. Weitere mögliche Symptome der Infektion sind:

  • Übelkeit
  • ein allgemeines Krankheitsgefühl
  • Bauchschmerzen
  • Müdigkeit
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen

Manchmal tritt auch eine erhöhte Körpertemperatur auf. Fieber zeigt sich jedoch nur in seltenen Fällen. Normalerweise kommt es nach 12 bis 48 Stunden zum Rückgang der Beschwerden. Bei einigen Patienten sind aber auch nur leichte oder überhaupt keine Symptome zu verzeichnen. 

So behandelt Ihr den Norovirus

Spezielle Medikamente gegen die Noroviren gibt es bislang nicht. Daher steht die Linderung der Beschwerden im Vordergrund. Dazu sollte der Patient viel Flüssigkeit wie ungesüßte Kräutertees oder Mineralwasser zu sich nehmen und sich körperlich schonen. 

Aktuelle Meldungen 2017 zum Norovirus

Auch 2017 halten die Noroviren die Mediziner in Atem. So war ab Mitte Oktober in Berlin ein deutlicher Anstieg an Norovirus-Infektionen zu verzeichnen. Dabei erkrankten nach Angaben des Lageso (Landesamt für Gesundheit und Soziales) pro Woche mehr als 50 Personen, was im Durchschnitt der doppelten Menge von vor 20 Wochen entspricht.

Für die Jahreszeit ist der Anstieg jedoch typisch. Die Meldezahlen der meldepflichtigen Magen-Darm-Erkrankung stellen jedoch nur die Spitze des Eisbergs dar, weil die Dunkelziffer noch weitaus höher liegt. Als besonders gefährdet für eine Ansteckung mit dem Keim gelten Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten.

Bereits bei der letzten Norovirus-Welle im Winter 2017 hatte sich das Auftauchen einer neuen Virusvariante gezeigt. Das Robert-Koch-Institut macht diese neue Unterform für die starke Verbreitung der Noroviren verantwortlich. So verursachte der neue Virentyp GII.P16-GII.2 bei 40 bis 50 Prozent aller Erkrankten eine Norovirus-Infektion.

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